

Chrono Trigger - Alte Rollenspielhasen werden sich begeistert an lange Zocksessions mit diesem Klassiker der 16-Bit Ära erinnern. Die Zusammenarbeit zwischen Final Fantasy-Schöpfer Hironobu Sakaguchi, Dragon Quest-Papa Yuuji Horii und Mangazeichner Akira "Dragon Ball" Toriyama wird mittlerweile von Fans als eines der besten JRPGs aller Zeiten angesehen. Was will man von einem Zeitreiseabenteuer, dass den Spieler vom Anbeginn der Zeit bis zum Untergang der Welt führt auch anderes erwarten? Ursprünglich 1995 für das Super Nintendo erschienen, reiht sich Chrono Trigger nun in die Reihe von Remakes und Ports für Nintendo-Handhelds ein. Doch im Gegensatz zu anderen DS-Umsetzungen wie Final Fantasy III, IV oder demnächst Final Fantasy Legends II/SaGa, welche komplett neu in 3D erstellt wurden, bleibt Chrono Trigger ähnlich wie Front Mission im klassischen 2D-Look und wird nur mit wenigen Erweiterungen erneut auf den Markt geworfen. Reicht das 2009 noch aus?
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Die Kämpfe sind eine Mischung aus den Active Time Battles der Final Fantasy-Reihe, bei denen die Zeit immer weiter geht bis der nächste Charakter oder Feind an der Reihe ist, und Strategietiteln, in denen es auch auf die Stellung der Charaktere auf dem Feld ankommt (dieses System ist in ähnlicher Form auch in GameArts Lunar-Reihe auf dem SEGA MegaCD zu finden). Während man keinen Einfluss auf die eigene Stellung hat, kann man sich entscheiden, abzuwarten, bis die Gegner in einer Gruppe zusammen stehen und einer Attacke, die innerhalb eines bestimmten Radius Schaden anrichtet, ausgeliefert sind oder der Abstand zu weit für einen Gegenangriff des Gegners ist. Dieser Aspekt sorgt für eine erhöhte Kampfdynamik und einige spannende Momente.
Ebenfalls wichtig für die Kämpfe sind die "Techs", Spezialfähigkeiten. Charaktere haben neben einzelnen Spezialmanövern auch diverse Gruppenangriffe auf Lager, die aber nur mit bestimmten Charakteren im Team funktionieren. So können beispielsweise Schwerkämpfer Crono und Lucca mit ihren Feuerzaubern zusammen einen Schwertfeuerwirbel ausführen, Crono und Frog nehmen einen Gegner von 2 Seiten gleichzeitig in Angriff und Crono, Marle und Lucca lösen gemeinsam die verherrende All-around-Magieattacke Delta Force aus. Dankenswerterweise sind die Gegner auch außerhalb des Kamfpes sichtbar, weshalb man ihnen, wenn man es eilig hat, auch einfach aus dem Weg gehen kann. Man kann sich auch einfach mal zurücklehnen und den Gegnern beim Spielen oder Rumhüpfen zuschauen.
Es sind immer nur 3 Charaktere gleichzeitig in der Gruppe, allerdings leveln die Charaktere auf der Ersatzbank ebenfalls automatisch mit auf, weshalb im Falle einer storybedingten Notsituation auch die anderen Figuren einspringen können. Lediglich die Techs erlernen die Helden erst durch zahlreiche Kämpfe - die bereits genannten Gruppenangriffe laden hierbei zum Experimentieren mit der Gruppenzusammenstellung ein.
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Optisch und soundtechnisch ist Chrono Trigger eine 1:1 Kopie der Super Nintendo-Version. Das ist grundsätzlich nichts schlechtes, denn die 2D-Optik von Chrono Trigger gehört zu den schönsten und liebevollsten Pixelgrafiken der 16-Bit-Ära und der Soundtrack von Yasunori Mitsuda und Final Fantasy-Hausmusiker Nobuo Uematsu ist voller Ohrwürmer. Dennoch hätte man für das DS-Remake mehr erwarten können, als einen Port der Super Nintendo-Version (wobei der Autor dieses Artikels persönlich die 2D-Version einer 3D-Version vorziehen würde). Liebevolle und lustige Animationen, farbenfrohe und abwechlungsreiche Hingergründe mit atmosphärischen Effekten sowie Toriyamas schickes Monsterdesign machen Chrono Trigger dennoch zu einer zeitlosen Augenweide.
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Die groß angekündigten Neuerungen der DS-Version sind eher mäßig, bieten aber zumindest ein paar zusätzliche Inhalte. Größtenteils sind das Bonusdungeons, die ähnlich wie bei den Final Fantasy-Ports für den Game Boy Advance alte Dungeons und alte Gegner mit veränderten Eigenschaften neu zusammenwürfeln. Reine Kampfsache also, die vor allem neue Ausrüstung bietet. Storytechnisch lässt sich durch diese Bonusdungeons ein neuer Endboss sowie ein neues Ende erspielen, welches grob die Lücken zwischen Chrono Trigger und dem Nachfolger Chrono Cross schließt. Die Arena of Ages ist eine Monster Arena, in der man gefangene Monster gegeneinander antreten lässt. Das interessanteste an diesem Modus ist die Möglichkeit, gegen menschliche Mitspieler anzutreten, aber da das ganze taktisch uninteressant ist, wirkt es eher angetackert. Die DS-Steuerung ist leider etwas unhandlich und die meisten Spieler werden wohl die klassische Variante via Steuerkreuz bevorzugen. Die Möglichkeit, Kampfmenüs und ähnliches auf dem unteren Bildschirm anzuzeigen, lässt der schönen Sprite-Optik auf dem oberen Bildschirm mehr Platz, was wohl der einzige wirkliche technische Vorteil dieser neuen Version ist. Neben einer neuen Übersetzung bietet Chrono Trigger auf dem DS auch die Neuerungen des Playstation-Ports aus dem Jahre 1999: Animierte Zwischensequenzen und ein Extra Modus mit Gallerie, Monsterfibel und ähnlichem.
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| Grafik : 7/10 (liebevoll gestaltete, aber dezent veraltete Super Nintendo-Grafik) Sound : 9/10 (Midisoundtrack mit Ohrwurmqualität) Gameplay : 9/10 (spannendes Kampfsystem, im Vergleich zu heutigen Vertretern immer noch modern) Innovation/Abwechslung : 9/10 (viele Zeitepochen, neue Herausforderungen und frischer Wind für's Genre) Wiederspielbarkeit : 8/10 (im Grunde genommen größtenteils lineares Rollenspiel, aber mit vielen verschiedenen Endings und Zusatzquests) Gesamt : 9/10 (Zeitloses Zeitreiseabenteuer aus der goldenen 16-Bit-Zeit. Wem die 1:1-Super Nintendo-Umsetzung sowie Square-Enix etwas liebloser Umgang mit dem Klassiker was Boni und Verbesserungen angeht nichts ausmacht, der zählt einfach noch einen Punkt dazu) |
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