
King of the Beat
Nach einem gut gemachten Tutorial findet man sich auf der Weltkarte wieder und wählt dort die einzelnen Minidramen aus. Diese werden in nett gezeichneten Comicsequenzen erzählt mal braucht ein Regisseur Hilfe beim Drehen seines neusten Blockbusters „Catzilla“, weil er kurz vor der Entlassung steht, ein anderes Mal will ein gescheiterter alter Pirat doch noch den Schatz seines Lebens finden, ein Taxifahrer, der wegen zu schnellem Fahrens kurz vor Führerscheinentzug steht bekommt eine hochschwangere Frau als Fahrgast oder reiche Millionärserbinnen finden sich nach einem Schiffsunglück plötzlich auf einer einsam gestrandeten Insel wieder. Die meisten Geschichten verlaufen eher auf eine humorvolle Art und Weise (traurige Momente gibt es aber auch) und das ganze Spiel verströmt einen optimistischen und gute Laune-fördernden Charme. Alles hat einen überdrehten Stil, welcher nicht selten an „Blues Brothers“, 70er-Jahre Musikvideos oder schnelle Gameshows erinnert.
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Wenn man schließlich weiß, um was es geht, werden die Elite Beat Agents losgeschickt, um den Leuten zu helfen Musik aufgelegt und losgetanzt! Im Hintergrund läuft besagte Musik, auf dem Touchscreen gibt es heiße Fingerakrobatik. Einfach ausgedrückt : Es erscheinen Kreise mit Nummern auf dem Bildschirm, welche man nacheinander im richtigen Takt antippen muss. Etwas ausführlicher beschrieben : Es gilt, im Takt und zum richtigen Zeitpunkt zum richtigen Beat sogenannte Hitmarkers -jene Kreise mit Nummern- anzutippen, die auf dem Touchscreen erscheinen, oder durch Phrase Markers mit dem Stylus einer auf einer Kugel der vorgegebenen Linie zu folgen. Die Marker sind wie gesagt nummeriert und ein Kreis um die runden Marker („Timer Circle“) schließt sich langsam, um dem Spieler auch visuell einen Hinweis auf den nächsten Beat zu geben. Schließlich gibt es noch die Spinmarkers, bei denen man mit dem Stylus einen Kreisel in Bewegung halten muss.
Das ganze klingt simpel und leicht erlernbar und das ist es auch, allerdings gibt es einige Feinheiten zu beachten. Beat ist nicht gleich Beat. Wenn man ihn genau trifft, gibt es einen „Elite Beat“ und mehr Punkte, als wenn man zu früh oder grad noch so im letzten Moment den Hitmarker antippt. Jenachdem, wie gut oder schlecht die Performance ist, verläuft die immer weiterlaufende Geschichte auf dem oberen Bildschirm etwas anders. Verpasst man den Beat komplett oder vergeht zuviel Zeit ohne Beats, verliert man Energie im Elite-O-Meter, welche man aber durch gelungene Beats und Elite Beats wieder auffüllen kann. Punktetechnisch am sinnvollsten ist es natürlich, keinen Beat zu verpassen und dadurch eine Combo aufzubauen. Je länger man ohne Verfehlung durchhält, umso mehr werden die Punkte vervielfacht.
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God of Groove
Die einzelnen Level bestehen jeweils aus einem Song und sind in 4 Abschnitte eingeteilt, mit kurzen Verschnaufspausen für Storyfetzen zwischendurch. Zudem hat jedes Level 3 verschiedene Endings, ein sehr gutes, ein normales und ein komplett schlechtes. Man bekommt nach jedem Level ein Ranking, wobei S das Bestmögliche darstellt, und D das Schlechteste. Abhängig davon, wie viele Punkte man insgesamt hat, erhält man zudem ein Gesamtranking, wie z.B. Soldier of Song oder God of Groove. Erst mit einer bestimmten Anzahl von Punkten bekommt man zusätzliche Bonussongs freigeschaltet Motivation zu guter Leistung ist also da.
Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade werden mit verschiedenen Hauptagenten angegangen, und im ultimativen Schwierigkeitsgrad spielt man mit den weiblichen Elite Beat Divas, Zitat Anleitung „When it’s too hot for the boys, the girls take over to save the day“. Dabei ist der einfachste Schwierigkeitsgrad wirklich einfach, und die hohen Schwierigkeitsgrade wirklich fordernd, man kann bei dem wilden Rumtippen auf Hitmarkern fast schon von einer Misshandlung des Touchscreens sprechen. Wer schon mal zu Jumping Jack Flash die Welt vor einer Invasion der musikhassenden Aliens gerettet hat, weiß, wovon ich rede : Schutzfolie für den Touchscreen ist Pflicht, wenn einem eventuelle Spielspuren auf dem Display auf Dauer nicht egal sind. Wer sich langsam einspielt und die Songs erst besser kennen lernt, hat größere Aussichten auf Erfolg. Langfristiger Spielspaß und ein großes Suchtpotential sind gegeben - es gibt nichts, was den Spaß ausbremst. Allerdings sollte man, wie bei allen Spielen dieser Art, ein gewisses Rythmusgefühl sowie in späteren Schwierigkeitsgraden auch gute Reaktionen mitbringen, und bereit sein, auch mal mehrere Versuche einzulegen, wenn man einen Song noch nicht kennt.
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Lobenswert endlich ein Konzept, welches komplett auf den Touchscreen und die Verwendung von 2 Bildschirmen ausgerichtet ist, und in der Form auf keinem anderen aktuellen System denkbar wäre. Die wenigen kleinen Fehler von „Osu! Tatake! Ouendan“ wurden ausgebügelt Songintros lassen sich jetzt überspringen (weniger Frust beim Neustart), man kann Replays abspeichern und es gibt mehr Songs.
An einen Multiplayermodus wurde auch gedacht. Im Coop-Modus übernimmt ein Spieler die farbigen Markers und der andere die Grauen. Der Versusmodus hingegen kann auch wahlweise gegen ein eigenes Replay gespielt werden. Das Ziel ist hierbei dass Erreichen eines höheren Elite-O-Meter Stands. Im Versusmodus gibt es zudem eigene Kurzgeschichten, in denen es, passend zum Thema, um Wettbewerb geht. Das schönste Idol, der beste Gitarrenspieler, wer gewinnt, das entscheidet die Performance der Spieler.
Hardrock saves the Space
Die Grafik besteht größtenteils aus gezeichneten Comicpanels, einzig die Weltkarte und die auf dem unteren Bildschirm tanzenden Agenten sind in 3D. Die Zeichnungen sind sehr sympathisch ausgefallen und der Zeichner hat seit Osu! Tatake! Ouendan“ ein paar Fortschritte gemacht. Auch stark pixelige Einlagen wie im „Vorgänger“sind nicht mehr vorhanden. Das ganze ist sicherlich nicht spektakulär, aber mehr als ausreichend und der Gesamtstil überzeugt.
Die Musik ist, wie bei jedem Musikspiel, Geschmackssache. Die Auswahl wurde bewusst aus alten Evergreens und neuen Party-Charthits zusammengewürfelt, und wer nicht absoluten Hass gegen einzelne Lieder verspürt, sollte sich von jener Mainstreamausrichtung nicht abhalten lassen. Die jeweilige Laune und Atmosphäre der einzelnen Geschichten passen meistens perfekt zu den Liedern. Nachfolgend eine Liste der enthaltenen Songs, allerdings wurden diese von anderen Interpreten gecovered.
Ashlee Simpson - La La
Avril Lavigne - Sk8er Boi
Cher Believe
Chicago - You're the Inspiration
David Bowie - Let's Dance
Deep Purple - Highway Star
Destiny's Child Survivor
Earth, Wind and Fire September
Good Charlotte - The Anthem
Hoobastank - Without a Fight
Jackson Five ABC
Jamiroquai - Canned Heat
Madonna - Material Girl
Queen - I Was Born to Love You
Steriogram - Walkie Talkie Man
Stray Cats - Rock This Town
Sum 41 - Makes No Difference
The Rolling Stones - Jumpin Jack Flash
Village People - Y.M.C.A.
Da der DS-Speaker nur unwesentlich besser zur Musikwiedergabe geeignet ist, als ein Taschenradio, sind Kopfhörer schwer zu emfpehlen.
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Fazit
Sucht. Das Wort beschreibt mein Verhältnis zu Elite Beat Agents am Besten. Bis jeder Song auf Perfekt geschafft ist, jedes kleine Drama ein gutes Ende gefunden hat und man den ultimativen Rank „Lovin’ Machine“ erreicht hat, vergeht einige Zeit und man hat dabei vor allem eines : Spaß. Das Spiel bringt eine positive Stimmung und eine wirklich verwertbare Botschaft mit Musik können die kleinen und großen Probleme des Alltags weniger drückend daherkommen und vielleicht, aber nur vielleicht, kann Musik die Welt retten... Empfehlung : Das Spiel nicht kaufen, wenn irgendwelche wichtigen Prüfungen oder Termine vor euch liegen... die können einem dann nämlich schnell total egal sein, aber im echten Leben hauen euch die „Elite Beat Agents“ bei den daraus resultierenden Problemen nicht aus der Scheiße... Ansonsten gehört das Spiel in jede DS-Sammlung, sofern man nicht totale Aversionen gegen Rythmusspiele hat. Elite Beat Agents teilt das Schicksal von Ouendan : Es ist eines der besten Handheldspiele aller Zeiten, hat sich aber bisher nur mäßig verkauft. Ein Europarelease steht für den 13.7.2007 aus.
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| Grafik : 8/10 (nicht spektakulär, aber sehr sympathischer Stil) Sound : 10/10 (Groove) Gameplay : 10/10 (Perfekte Steuerung, klasse Rhythmussystem) Innovation, Abwechslung : 9/10 (komplett auf den Touchscreen ausgerichtetes Spielsystem) Wiederspielbarkeit : 10/10 (Bis das beste Ranking erreicht ist und alles ein gutes Ende gefunden hat, vergehen viele, viele Stunden) Gesamt : 10/10 (eines der besten Handheld-Musikspiele, exklusiv auf dem DS) |
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Anmerkung :
10/10 Punkte ist eine ganze Menge, aber als Rythmusspiel für den DS ist Elite Beat Agents einfach so gut. Natürlich ist eine solche Wertung immer subjektiv, und nicht jedem wird EBA gefallen. Einigen wird die Musikauswahl nicht gut genug sein, andere mögen Rhythmusspiele allgemein nicht. Dennoch gibt es kaum einen Ansatz, das Spiel großartig zu kritisieren und es hat jedes Lob in diesem Review verdient.
Internet-Tipps
Die offizielle Seite ist sehr gut gemacht
http://www.elitebeatagents.com/
Ein interessantes Feature über die Macher des Spiels, iNiS, und die Spielphilosophie, nach dem das erste Ziel sein sollte, den Spieler glücklich zu machen. "Our games have a central theme to them," says Yano. "In Japanese it's kandou. One English word would be 'heartwarming.' Or 'inspiration.' Kandou is like a lot of those words put together.”
http://www.1up.com/do/feature?cId=3153670
Nintendo über die Verkaufszahlen von EBA. Oh bitte ^^ EBA war, genauso wie Ouendan, nicht wirklich ein großer Titel, dabei ist es so viel frischer und spaßiger, als die meisten großen Blockbuster der letzten Zeit. Gebt dem Spiel eine Chance!!
http://www.1up.com/do/newsStory?cId=3155690