F-Zero (Super Nintendo)






Ah ja, F-Zero, ein alter Freund. Damals eines der ersten Games, die in Europa für das SNES erschienen, zusammen mit solchen Perlen wie Super Mario World, Super Mario Kart oder Pilotwings. In F-Zero geht es vor allem um eines: SPEED, und für damalige Verhältnisse hat das auch ganz gut geklappt.


Keine 30km/h Zonen

Eine Story ist so gut wie überhaupt nicht vorhanden: 26. Jahrhundert, Leute fahren Rennen mit superschnellen Autos, die mehr an Raumschiffe erinnern, als an klassische Straßenkreuzer. Punkt. Mehr gibt’s da nicht zu sagen. Das beeindruckende an F-Zero dürfte wohl die Geschwindigkeit zusammen mit der damals spektakulären Mode 7 Grafik sein, die dieses Gefühl dank verschiedener Scaling und Rotationstechniken erst ermöglicht (für mehr Info zu Mode 7: http://en.wikipedia.org/wiki/Mode_7 )


Leider ist das Spiel etwas mager ausgefallen, so gibt es z.b keinen Multiplayer Modus und auch nur vier verschiedene Fahrzeuge mit jemals unterschiedlicher Beschleunigung, Maximaler Geschwindigkeit und Lenkung: Blue Falcon, Golden Fox, Wild Goose und den Fire Scorpion. Schade eigentlich, denn sogar 1990 hätte man da noch ein bisschen mehr draus machen können. So gibt es neben dem Grand Prix Modus nur noch den Time Attack Modus und das wars. Auch ein Optionsmenü sucht man vergebens.

Lächerliche Geschwindigkeit!


Der Grand Prix Modus mit jeweils drei verschiedenen Klassen wie Knight (einfache Tracks) Queen (mittelschwer) und King (schwer) und den verschiedenen Schwierigkeitsgraden (von Beginner bis zum versteckten Master) bilden den Hauptteil des Spiels. Ihr sucht euch einen der vier verschiedenen Wagen aus und müsst versuchen, einen möglichst guten Platz zu erreichen (Mann, dafür liebt man Rennspiele als Reviewer doch: Man kann das Ziel des Spiels in einem Satz erklären!). Leider haben euren Konkurrenten (d.h die drei anderen Wagen und eine schier unendlich Armee von VW Käfer look-a-like Wagen) was dagegen, aber auch die Strecke an sich ist ziemlich gefährlich: Minen, Eisfelder, Sprungschanzen, starke Magneten, die elektrische Streckenbegrenzung und auf manchen Strecken auch starker Seitenwind machen euch das Leben schwer. All diese Gefahren zehren natürlich an Eurer Energieleiste: Wenn sich diese komplett leert macht es BUMM und ihr verliert ein Leben. Zum Glück findet man aber auch Energiefelder, die verlorene Energie wieder auffüllen. Außerdem erhaltet ihr pro Runde einen Turboboost, der euer Fahrzeug kurzzeitig stark beschleunigt.

Die Steuerung geht trotz der hohen Geschwindigkeit gut von der Hand: Steuerkreuz für die Lenkung, B-Knopf für die Beschleunigung, A-Knopf für den Turboboost und mit L und R kann man den Wagen leicht seitliche „kippen“ um somit Kurven besser fahren zu können.




Grafisch ist F-Zero ziemlich gut gelungen (dank der damals noch neuen Mode 7 Engine): Bunte, nette Hintergründe in einem sehr futuristischem Stil sprechen für das Spiel. Leider gibt es außerhalb der Strecke keine Dekoration oder ähnliches, deshalb sieht alles ein bisschen „leer“ aus.
Soundtechnisch ist F-Zero super: Tolle Synthie-Tracks im typischen 1st Generation SNES Style (zum Vergleich: Pilotwings Soundtrack anhören), die gut ins Spiel passen (ich sag nur: Mute City ;) ). Dazu gute Soundeffekte, ingsesamt passt alles sehr gut zusammen.

Während die ersten Tracks noch ziemlich einfach sind, wird es in den späteren Klassen hammerhart, und das nicht zuletzt wegen der erhöhten Aggressivität eurer KI Gegner…versucht einfach mal den King Cup auf Expert, da ist Schluss mit lustig.


Fazit


Für damalige Verhältnisse ist F-Zero einfach klasse: Tolles Gameplay, gute Grafik und Sound, nur leider etwas dünn in der Ausstattung. F-Zero legte somit den Grundstein für die exzellenten Nachfolger und sollte eigentlich in keine SNES Sammlung fehlen.


Player: 1 Release: 4.6.1992 Firma: Nintendo Version: PAL
Grafik : 8/10 (tolle Mode 7 Engine, netet Hintergründe, leider manchmal etwas leer)
Sound : 9/10 (Spitzen-Soundtrack, typischer SNES-1stGeneration Sound)
Gameplay : 9/10 (schnell, fordernd und sehr eingängig)
Innovation, Abwechslung : 7/10 (die verschieden Tracks bieten einiges an Abwechslung, leider ist kein Multiplayermodus vorhanden)
Wiederspielbarkeit : 8/10 (bis man auf allen Tracks Platz 1 erreicht, dürfte einige Zeit vergehen. Sonst noch Time Attack Modus)

Gesamt : 8/10 (tolles Spiel der ersten SNES Generation, welches einen Platz in der Sammlung verdient hat)





Howitzer

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