
Es ist klar, dass der GBA und seine Tastenbelegung nicht ideal für Beat em’ ups geeignet ist. Ein Feeling wie mit einem Arcadestick an der Konsole oder in der Spielhalle wird man damit nicht erleben. Das es aber durchaus brauchbare Beat em’ ups für den Hosentaschendaddler geben kann, bewies Capcom mit seiner Street Fighter 2-Umsetztung. Kann KOF da mithalten?
Super Special Moves lassen sich ausführen, sobald man die Energieleiste des Charakters aufgeladen hat (bis zu 3 Ladungen sind möglich). Dies kann man durch einsetzen von normalen Special Moves oder Blocken erreichen. Mit von der Partie ist auch das aus KOF’99-KOF2k1 bekannte Strikersystem, d.h. ein vorher ausgewählter Charakter erscheint, führt eine Attake (oder sonst was) aus und verschwindet wieder. Dank der bereits besprochenen Kollisionsabfrage geht das aber meist daneben Strikercombos braucht man eigentlich gar nicht erst versuchen…
Die KI der Gegner ist leider auch nicht wirklich gut. So kann man die meisten Gegner relativ einfach besiegen. Selbst die bei KOF sonst herbe schweren Endkämpfe lassen sich durch Gegenlaufen und Werfen ohne große Gegenwehr besiegen. Selten hauen euch die Gegner Super Special Moves um die Ohren. Vorstellbar ist, dass das Spiel im 2PlayerModus eine größere Herausforderung ist (konnten wir leider nicht ausprobieren).
Insgesamt sind 20 Charaktere anwählbar, + 6 nur als Striker. Mit der Charakterwahl ist es bei KOF wie immer: es wird nicht jeder wirklich zufrieden sein. Größtenteils sind klassische Kämpfer anwählbar, die Charaktere aus den neueren KOF’s (z.B. K’ oder Kula etc.) fehlen. Es gibt einen Exklusivcharakter namens Moe Habana, die im Hero-team mit Kyo zusammen kämpft und vor allem auf Nahkampf spezialisiert ist. Von der Auswahl an Musik und Stages hat man sich vor allem an KOF’99 und 2k bedient. Die Story handelt wieder von dem „Orochi Rage“, diesmal ist es Geese, der diese Macht unter seine Kontrolle bringen will und Iori dafür benutzt. Secrets gibt es fast keine, außer 2 Bonuscharakteren, Geese und Iori.
Die Animationen der Charaktere sind ganz gut gelungen . Es wurden die Sprites aus den Arcadeversionen benutzt, systembedingt um einige Animationsframes gekürzt. Die Charakterdesigns gefallen genauso wie bei den anderen KOF’s. Dagegen sind die Backgrounds richtig lieblos übernommen. Nichts bewegt sich, die Farben sind eintönig und es gibt keine Veränderungen nach einer Runde. Bei einigen Stages erkennt man nicht einmal, um was es sich im Hintergrund überhaupt handelt. Die Soundeffekte und Sprachsamples sind noch ganz in Ordnung, die Musik ist aber richtig billig auf dem alten Gameboy klangen die Melodien schon besser. Zwar wurden die guten bis sehr guten Kompositionen aus den neueren KOF-Teilen verwendet, dann aber technisch grausam verstümmelt.
Insgesamt ist „The King of Fighters EX : Neo Blood“ ein durchscnittliches Spiel, wer nicht absoluter Fan der KOF-Serie ist, holt sich für unterwegs lieber Street Fighter 2 oder hofft auf eine deutliche Verbesserung in „KOF Ex 2“, welches in Japan bereits erschienen ist.
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| Grafik : 6/10 (cooler Style, für GBA gute Animationen, leider mittelmäßige bis schlechte Backgrounds) Sound : 3/10 (Die Samples gehen noch in Ordnung, die Musik ist im Vergleich zum Original grausam) Gameplay : 7/10 (Einige kleinere Fehler in der Engine trüben das sonst gar nicht schlechte Spielgefühl) Innovation, Abwechslung : 6/10 (gewohnt viele Charaktere, insgesamt nur ein Mix aus älteren KOFs) Wiederspielbarkeit : 5/10 (so gut wie keine Secrets, dank schlechter KI kaum Herausforderung) Gesamt : 6/10 |
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