Mega Man 7 (Super Nintendo)




Endlich! Nach sechs NES Teilen kommt die Mega Man Classic Serie endlich in der (damaligen) nächsten Generation an: dem SNES. Nach dem etwas enttäuschenden Mega Man 6 findet die Serie endlich wieder ihre gewohnte Qualität wieder, und das bunter den je.

Dieses Review bezieht sich auf die japanische Version, die einige kleine Änderungen gegenüber der PAL und US Version hat, mehr dazu am Ende des Reviews.
(btw: Ich weiß, dass viele Dinge, die hier stehen, schon bei den anderen Mega Man Reviews dieser Seite zu finden sind, aber: Bei der ganzen Serie hat sich nicht wirklich viel verändert, die Qualität der Grafik und des Sounds waren schon immer die Stärken der Serie und sind über die Jahre nicht wirklich schlechter geworden, nicht vergessen: Es ist Capcom ;) )




Ist die Welt jetzt sicher?


Wir erinnern uns: Am Ende von MM6 gelang es Mega Man endlich, Dr.Wily festzunehmen und einzubuchten , die Welt war wieder sicher…aber nicht für lange: Dr.Wily hat daran gedacht, das sein Plan die Welt zu beherrschen scheitern könnte und bereitet einen Notfall-Plan vor: Nach einiger Zeit wurden in einem geheimen Labor acht Robotmaster aus ihrem Tiefschlaf erweckt, machten sich auf die Suche nach ihrem Erschaffer und befreiten ihn schließlich aus seinem Gefängnis. Also macht sich Mega Man zum siebten mal auf den Weg, Dr.Wily das Handwerk zu legen. Außerdem tauchen noch der mysteriöse Roboter Bass und sein Wolfroboter Treble auf, die anscheinend ihre eigenen Pläne verfolgen…

Dieses mal stellen sich Mega Man Freeze Man, Junk Man, Burst Man, Cloud Man, Spring Man, Turbo Man, Shade Man und Slash Man in den Weg, wobei man, wie bei den Gameboy-Teilen, zunächst vier Robotmaster besiegen muss (Freeze Man, Junk Man, Burst Man, Cloud Man), dann einen Zwischenlevel bewältigen und schließlich die letzten vier (Spring Man, Turbo Man, Shade Man und Slash Man) erledigen, bevor es in Dr.Wily`s Festung geht.

Das Gameplay bleibt größtenteils das gleiche: Mega Man schießt, springt, rutscht und läuft durch die Level, besiegt am Ende den Robotmaster und erhält dessen Waffe. Neu sind die Schrauben, die man in den Levels findet: Diese lassen sich gegen Energietanks und Upgrades umtauschen (ähnlich den P-Chips in Mega Man IV und V für den Gameboy). Desweiteren kann man u.a noch Protomans Schild, Robotervogel Beat sowie den aus MM6 bekannten Super Adapter (das Jetpack) finden, der sich sogar noch aufrüsten lässt. Diese Gegenstände sind allesamt gut versteckt und erfordern manchmal das Suchen und Benutzen von alternativen Routen durch die Levels, um sie zu finden. Die Steuerung hat sich fast überhaupt nicht verändert, außer, dass man jetzt mit den L und R Knöpfen (wie auch bei Mega Man X) durch die Waffen wechseln kann, was viel Zeit spart, da man nicht immer in Menü wechseln muss.




Die Level sind wieder sehr abwechslungsreich, so muss man z.b in Spring Mans Stage dauernd darauf achten, das man von den überall vorhandenen Sprungfedern nicht gegen die Stacheln in der Decke geschleudert wird, oder in Cloud Mans Stage auf das Wetter achten, damit man versteckten Plattformen erkennt und somit nicht in die Tiefe fällt.


16-Bit Power


Grafisch ist MM7 vorallem eins: Bunt. Wie man auf den Screenshots sieht geizt das Spiel nicht grade mit Farbe. Außerdem ist alles ziemlich groß, egal ob Gegner, Gegenstände oder Mega Man selbst (der irgendwie ziemlich grimmig guckt). Die Gegner sind abwechslungsreich gestaltet und auch die Hintergründe sind gut.
Soundtechnisch ist alles in Ordnung: Abwechslungsreiche Melodien, die nicht nerven und endlich neue Soundeffekte (wurde ja auch Zeit).
Gameplaymäßig haben die minimalen, aber sinnvollen Änderungen der Serie gut getan, die Idee mit den Eintauschen der Schrauben ist sehr sinnvoll und das Finden der ganzen Upgrades erfordert das mehrmalige Besuchen der Levels. Ansonsten behält MM7 die altbekannte Qualität der Serie bei.




Jetzt noch zu den Änderungen der Japanischen Version: Mehr Zwischenszenen mit Roll und Auto nach Erhalt einer Waffe, die Level haben spezielle Untertitel, am Anfang gibt es eine Auflistung der alten Rockman Teile und ein Satz am Ende des Spiels ist nicht vorhanden (mehr oder weniger wichtig).

Noch ein Wort der Warnung: Die PAL Version geht meistens auf Ebay für horrende Summen weg, selbst wenn es nur das Modul ist, also lieber zu der viel günstigeren japanischen Version greifen.


Fazit


Mega Mans Einsatz auf dem SNES ist gelungen: Gute Grafik, guter Sound und Abwechslung sprechen für das Spiel.


Player: 1 Release: 24.3.1995 Firma: CAPCOM Version: JP
Grafik: 9/10 (Bunt, große Sprites, abwechslungsreich gestaltet)
Sound: 9/10 (Gute Melodien, die nicht nerven, endlich neue Soundeffekte)
Innovation, Abwechslung: 8/10 (Neue Upgrades, neue Gegner, gute Levels)
Gameplay: 8/10 (Gewohnte Qualität, gute Steuerung, anspruchsvolle Bosskämpfe)
Wiederspielwert: 8/10 (Die vielen Upgrades erfordern das wiederholte Besuchen der Levels)

Gesamt: 8,5/10 (Gelungener Einstand der Classic Serie auf dem SNES, Must-have.)


Howitzer

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