
100 Jahre später. Die Maverickkriege und die Bedrohung durch Sigma sind zwar vorbei, hinterließen jedoch die Erde in einem desolaten Zustand. Neo Arcadia bietet den Menschen Zuflucht, bewacht von X und seinen Generälen. Doch das war in Wirklichkeit nur ein Regime voller Terror, und eine Gruppe von Reploiden unter der Leitung der genialen 16-jährigen Wissenschaftlerin Ciel leistete Widerstand. Ciel sieht die einzige Chance zum Überleben in der Wiedererweckung von Zero welcher allerdings sein Gedächtnis verloren hatte. Obwohl in Teil 1 das Regime dank Zero ein Ende fand, gab es immer noch keinen Frieden; ein Energiekonflikt entfachte einen erneuten Krieg zwischen Neo Arcadia und den Reploiden. Ciel versucht nun verzweifelt, eine alternative Energie zu finden. Nachdem Zero am Ende von Teil 1 Ciel verlassen hatte, führt nun Elpizo, ein ehemaliger Neo Arcadia- Bewohner, die militärische Leitung des Widerstandes. Aber was ist mit Zero geschehen? Wird der Wiederstand Erfolg haben und eine Lösung finden?
Das Spiel beginnt, wie seit X- Zeiten üblich, mit einem Einleitungslevel, um den Spieler in die richtige Stimmung zu versetzen. Der stark angeschlagene Zero kämpft in einer zerstörten Wüstenlandschaft gegen die Neo Arcadia- Übermacht, nur, um am Ende doch kraftlos zusammenzubrechen. Er wird von Harpuia, einem der Generäle von X, gefunden. Doch statt Zero bei der Gelegenheit zu töten, bringt Harpuia ihn zurück vor die Tore des Widerstandes.
Von nun an beginnt wieder das klassische Gameplay- mit neuen Waffen ausgerüstet und komplett repariert kann Zero nun zwischen mehreren Missionen wählen. Meistens kämpft man sich bis zu einem Endboss durch, aber oft muss man zwischendrin auch noch andere Missionsziele erledigen, wie z.B. Reploiden retten oder Sabotage. Am Ende erhält man ein Ranking, dass sich aus der Gesamtleistung (Zeit, Schaden, Gegner etc.) zusammensetzt. Die Basis selber lockt auch zum Erkunden, man lernt viele der unterschiedlichen Reploiden kennen und hat nach jeder Mission ein echtes „Back Home“- Feeling.
Das Spiel selber ist ein 2D-Platformspiel, rennen springen - schießen. Zero hat neben seiner Standardkanone und dem Z-Saber nun auch ein cooles Schild und einen Enterhaken. Alle Waffen können erneut aufgelevelt werden, wodurch sich z.B. das Aufladen der Superattacken beschleunigen lässt. Von den Endbossen erhält Zero neue Kampffertigkeiten, allerdings nur, wenn er den jeweiligen Level auf A oder S-Rank beendet (was nicht immer einfach sein muss...). Blitz-, Feuer- und Eischip erhält man automatisch, sie verändern die Fähigkeiten zusätzlich, z.B. mit mächtigen Feuerattacken. Des weiteren erhält Zero neue „Formen“, Rüstungen, welche z.B. bessere Verteidigung, höhere Geschwindigkeit oder höhere Angriffskraft bieten. Auch zu erwähnen wären die Cyber-Elves sie geben Zero die Möglichkeit, Eigenschaften der Level oder von sich selber zu verändern. Mit jeder Benutzung verringert sich aber das Ranking, das man am Ende erhalten kann (=> keine neuen Fähigkeiten)... Dadurch wird Mega Man Zero 2 zu einem teilweise extrem schweren Spiel. Die Welten selber sind schon knackig schwer, bei den Endbossen muss man jede Attacke kennen, um überhaupt eine Chance zu haben. Dennoch ist das Spiel durchgängig absolut fair unfaire Stellen gibt es keine. Allerdings beschränkt sich die Zielgruppe auf Spieler, die sich gerne richtig in einen Titel verbeißen können...
Auch technisch zeigt sich MMZ2 von einer guten Seite. Zeros butterweiche Animationen wissen zu gefallen, die Hintergründe sind teilweise wirklich beeindruckend leider gibt es auch ein paar Ausnahmen, mit eintönigen Backgrounds und kaum Effekten. Die anderen Charaktere sind durchgehend gut und unterschiedlich designt. Vor allem die Zwischensequenzen, die mit Hilfe von Anime- Bildern dargestellt werden, sind sehr gut gemacht. Der Soundtrack ist nie nervig, ein paar Stücke erreichen richtige Ohrwurmqualität (z.B. im Einführungslevel), andere unterstreichen einfach das Geschehen.
Mega Man Zero 2 gehört zu den besten Handheld- Shootern, die es derzeit gibt. Wer alle Cyber- Elves und Spezialfähigkeiten ergattern will, wird Wochen mit dem Modul beschäftigt sein. Ein 2. Schwierigkeitsgrad lässt sich auch noch freispielen, doch schon das eigentliche Spiel ist eine echte Herausforderung, selbst für Profis. Daher kann man das Spiel nicht jedem empfehlen, Frust kommt zwar nur selten auf (das Spiel ist fair), aber nicht jeder wird mit dem hohen Schwierigkeitsgrad zurecht kommen. Die verworrene, aber spannende Geschichte überzeugt auch, ist sie doch wesentlich besser, als der Shooter- Durchschnitt. Vor allem fällt die deutlich düsterere Atmosphäre auf. In der jp. Fassung bluten (!) die Reploiden und Roboter sogar (wurde für den US- und EU entfernt). Für Mega Man- Fans ist der Titel sowieso Pflicht nachdem die X- Serie von Teil zu Teil durchschnittlicher wurde, ist es erfrischend, mal wieder einen richtig guten Teil der Serie zu zocken.
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| Grafik : 8/10 (Zero ist sehr gut animiert, manche Backgrounds sind leider etwas eintönig) Sound : 8/10 (der Soundtrack unterstreicht das Geschehen perfekt, einige Sprachsamples sind auch eingebaut worden) Gameplay : 10/10 (hart, aber fair. Perfekte Steuerung, viele Aufbesserungsmöglichkeiten, spannende Kämpfe) Innovation, Abwechslung : 8/10 (viel Abwechslung wird auf jeden Fall geboten, allerdings kennt man die meisten Elemente doch schon aus den unzähligen Vorgängern) Wiederspielbarkeit : 8/10 (wer sich erst mal eingespielt hat, kommt nicht mehr von Zero weg. Sucht) Gesamt : 9/10 (einer der besten Handheld- Games der jüngeren Vergangenheit, und einer der besten Mega Man- Titel) |
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