Mega Man Zero 3/Rockman Zero 3 ![]()

Ursprünglich hat Keiji Inafune, seines Zeichens Schöpfer der Mega Man- Serie, gar nicht gewusst, dass Capcom nach Mega Man X5 weitere Teile der Serie produzieren wollte. Eigentlich schließt die Zero- Serie direkt an das Ende von Zero in X5 an, in welchem dieser die Bühne unfreiwillig und auf fatale Weise verlassen musste... Trotz des dank X6, X7 und bald auch X8 aufklaffendem Storyloch (in einem alternativen Ende von X5 hat Zero überlebt...) hält das Team rund um Inafune an der Story der Zero- Reihe fest Zero wird 100 Jahre später von der Wissenschafterin Ciel als letzte Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts zwischen der Resistance Neo Arcadia wiedererweckt - und beglückt die Fans nach dem gelungenem 2. Teil der Serie auch noch mit Teil 3, exklusiv auf Nintendos GameBoy Advance.
Nachdem der wahnsinnig gewordene Elpizo in Teil 2 das Siegel zu Dark Elf, der größten Bedrohung der Erde, gebrochen hat, stürzt 2 Monate später ein mysteriöses Raumschiff in der Nähe der Basis der Resistance ab. Zero, Ciel und einige Soldaten machen sich auf eine Erkundungstour, nur um festzustellen, dass an Bord eine neue Bedrohung wartet neben dem hünenhaften Roboter „Omega“ kehrt nach 100 Jahren Verbannung der dem Größenwahn verfallene Dr.Weil (Verwandt mit Dr. Wily? Wer weiß...) auf die Erde zurück... Und auch Copy X, welcher eigentlich in Teil 1 von Zero verschrottet wurde, weil-t (hihi) wieder unter den Lebenden. Tatsächlich haben Omega und Weil mehr mit Zeros Vergangenheit zu tun, als dieser zunächst ahnt...
Gameplay
Nach dem gewohnt stimmigen Einleitungslevel kehrt man in die aus Teil 2 bekannte Basis zurück, und erhält neue Waffen. Neben den bereits bekannten Standardwaffen wie dem Z-Buster- Schwert, der Standardknarre und dem Schild erhält Zero mit dem Recoil Rod eine Mischung aus Speer und Schwert- eine vollkommen neue Waffe, welche den Enterhaken aus Teil 2 ersetzt. Danach geht’s an die Levelauswahl. 4 Roboter stehen zunächst zur Verfügung, die Level bieten neben der Standard- 2D-Action, bestehend aus Springen, Rennen und Kämpfen auch weitere Aufgaben wie das Zerstören von Sicherheitskameras oder einer Art „Wettrennen“ mit einem Endgegner.
Wie im Vorgänger erhält man von den Endgegnern deren Spezialfähigkeiten, wenn man den Level mit A- Rank oder besser abschließt. Dieser Rank setzt sich zusammen aus Zeit, Schaden, Missionszielen, getöteten Gegnern und Einsatz von CyberElves und Network. Das Network ist neu, man kann es an bestimmten Stellen im Level betreten und es setzt sämtliche Kräfte der CyberElves frei, ohne diese für immer zu zerstören. Dafür verliert man am Ende 5 Punkte in der Abrechnung. Man kann mit den Elves auch für immer fusionieren, dafür erhält man aber auch grundsätzlich einen Abzug. Neu sind die „Satellite“ CyberElves, welche sich temporär einsetzen lassen, keinen Abzug bringen, dafür aber dennoch nützliche Dinge bringen, wie z.B. Feuerschutz oder ab und an Zusatzenergie. CyberElves findet man diesmal auf Datenkassetten, auf denen auch weitere Boni versteckt sein Können, z.B. Charakterprofiles oder Storyerläuterungen. Einige davon sind allerdings gut versteckt Augen offen halten...
Storytechnisch logisch, aber spielerisch leider nicht so toll : Der Rollenspielpart wurde weitgehend entfernt. Man wird nicht mehr wie in den Vorgängern stärker, je länger man mit einer Waffe kämpft. Die Elemente stecken jetzt direkt in der verschiedenen Rüstungen, außerdem gibt es verschiedene „Schuhe“, z.B. für höhere Geschwindigkeit oder den sehr nützlichen Doppelsprung. Je nach gewählten Element gibt es andere Spezialattacken, und wer das richtige Element zu dem passenden Bossgegner wählt, der hat es im Kampf wesentlich einfacher. Einfach ist Zero 3 dennoch nicht durchgehend fair aber schon. Wie die Vorgänger ist Zero 3 vor allem ein Spiel für Profis und Menschen mit viel Geduld. Zwar ist das Spiel bereits nach einigen Stunden wieder zu Ende, wer allerdings auf 100% spielen will, wird es wohl mehrmals probieren müssen... Erleichterung für Zero- Nullchecker : Zero 3 ist einen Tick weniger schwer als Zero 2, da die Waffen nicht mehr aufgelevelt werden müssen und daher von Anfang an volle Power bieten.
Technik
Während die Story einem dramatischen Höhepunkt entgegenstrebt, ist auch die Technik in Zero 3 der bisherige Höhepunkt der Serie. Fein gezeichnete, abwechslungsreiche und effektreiche Backgrounds machen die Level zu einer Augenweide, Zeros leicht überarbeitete Animationen sind immer noch butterweich, die Designs der Bosse sind gelungen und die Anime- Zwischesequenzen werden auch immer besser. Soundeffekte sind passend, Sprachsamples noch häufiger als in den Vorgängern und die Musik von Zero 3 ist ebenfalls sehr gut, einige Remixes alter Stücke und neue Ohrwürmer werden geboten.
Fazit
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| Grafik : 9/10 (super Animationen, abwechslungsreiche Backgrounds) Sound : 9/10 (klasse Effekte, super Soundtrack) Gameplay : 9/10 (hart, aber fair ;). Leider wird auf den RPG- Part diesmal verzichtet, dafür gibt es einen Ausbau des CyberElves- System) Innovation, Abwechslung : 7/10 (vieles ist bereits aus den Vorgängern bekannt, dennoch bleibt es abwechselnd) Wiederspielbarkeit : 8/10 (wie im Vorgänger : wer einmal anfängt, kommt nicht mehr los außer, er ist überfordert...) Gesamt : 8.5/10 (fast so gut, wie der Vorgänger. Immer noch eine der derzeit besten Handheldserien) |
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