
Southtown Heroes
RBS featured insgesamt 19 Charaktere, auch die Zwischen- und Endbosse Laurence, Billy und Krauser sind von Anfang an auswählbar. Zusätzlich gibt es noch 4 Alternativversionen + Nightmare Geese als freispielbaren Geheimcharakter. Es gibt 10 Stages, wobei sich bis auf die Zwischen- und Endbosse mehrere Charaktere je eine Stage teilen. Nach dem sehr kurzen Intro, dessen Szene einigen sicher aus dem Fatal Fury-Anime (2.OVA) bekannt vorkommen wird, darf man in den Optionen noch Schwierigkeitsgrad, Rundenzeit, Sprache und Padbelegung festlegen, um sich nach einer kurzen Einführung in den Kampf zu stürzen.
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Wie für 2D-Beat’em Ups üblich, lässt man mit Tastenkombinationen starke Superattacken vom Stapel, versucht, seine Angriffe gezielt in eine Kombo umzusetzen und den Gegner dadurch noch mehr Lebensenergie abzuschöpfen. Besonders tödliche Attacken kann man erst einsetzen, wenn sich die Energieleiste des Kämpfers weiter aufgeladen hat, was in 3 Stufen möglich ist : H., S. und P.Power. Diese Leiste lädt sich durch Ausführen oder Blocken von Specialmoves auf. Während man im S.Power-Modus lediglich eine normale DM ausführen kann danach wird die Energieleiste wieder zurückgesetzt darf man dies im P.Power-Bereich unbegrenzt. Dort ist es dann auch erlaubt, einmalig einen SDM einzusetzen. Jedoch erreicht man den P.Power-Bereich erst, wenn man nur noch die Hälfte der Hitpoints hat... es bringt in RBS nicht nur Nachteile, eines auf die Fresse zu bekommen! Man sollte aber nicht zu lange warten, denn die Energieleiste nimmt mit der Zeit auch langsam wieder ab.
Auch der H.Power-Bereich bietet einige Vorzüge erst mit dem Erreichen der H.Power sind Break Shots möglich. Jeder Charakter hat einen Specialmove (wie z.B. Terrys Power Dunk), mit dem er, während er die gegnerischen Attacken blockt, quasi zum Gegenschlag ausholen kann und somit die gegnerische Angriffsfolge unterbricht. Auch für Roll Recovery braucht man H.Power dazu nachher mehr. Außerdem können einige Charaktere, nachdem sie zu Boden geschlagen wurden, eine Recovery Attack ausführen. Jeder Charakter hat einige vorgegebene Komboattacken, aus normalen Schlägen und Tritten bestehend, welche man grundsätzlich ausführen kann diese werden von vielen Spielern mit einem Nasenrümpfen als „Anfängercombos“ abgetan, fügen sich aber in das Gesamtspiel nicht unangenehm ein.
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RB1=RBS?
Im Großen und Ganzen basiert RBS auf dem System von RB1, allerdings gibt es einige entscheidende Änderungen. So wurde das Line Sway-System, mit dem man vorher sowohl in den Vorder- als auch in den Hintergrund wechseln konnte, auf 2 Ebenen beschränkt - Normal und Hintergrund. Man kann seine Gegner nach einem Ebenenwechsel mit speziellen Attacken wieder auf die eigene Seite zurück zwingen, was das „Verstecken“ auf einer Ebene etwas erschwert, außerdem kann man sich selber mit Hilfe eines Roll Recovery nach einem Sturz im wahrsten Sinne des Wortes auf die sichere Seite rollen. Passé sind die umstrittenen Ring Outs des Vorgängers, stattdessen gibt es jetzt an jeder Seite der Stage (außer bei Geese) eine Beschränkung, die sich aber zerstören lässt, wenn man den Gegner lang genug dagegen drischt. Dadurch ist dieser kurz benommen und es gibt eine lustige Animation.
Das Gameplay ist insgesamt einerseits recht anfängerfreundlich, bietet aber dennoch genug Tiefgang, um auch über Wochen und Monate hin zu begeistern. Dazu trägt auch die absolut grifffeste Steuerung bei niemals wirkt die Ausführung eines Moves schwammig oder ungenau. Jeder der sympathisch gestalteten Charaktere spielt sich wirklich unterschiedlich, und das nicht nur in Nuancen, wie bei einigen aktuelleren 2D-Beat’em Ups, in denen es von „Doppelgängern“ oft nur so wimmelt. Dadurch ist natürlich auch der Wiederspielbarkeitswert hoch, denn bis man das Spiel mit jedem Charakter gemeistert hat, wechseln die Jahreszeiten sicher das ein oder andere Mal.
Besonders, wenn man ein paar Mitspieler hat... Zwar macht RBS auch alleine Spaß, und leidet nicht, wie viele andere SNK-Spiele, unter unfairen Bossgegnern, allerdings ist die fest vorgegebene Reihenfolge der Kämpfe sowie die Tatsache, dass 1/3 des Singleplayer aus Mid- und Endbossen besteht, auf Dauer etwas unbefriedigend. Dafür wird man, wenn man gut genug kämpft, mit einem superspannenden Spezialendkampf gegen Nightmare Geese belohnt... Schade : Während Fatal Fury 3 und RB1 großartige Zwischen- und Endsequenzen boten, wird man in RBS mit Charakterportraits und ein paar Sprechblasen abgefertigt. Einzig der Abspann, bei dem die Sprites in lustige Situationen gebracht werden, sorgt für Schmunzeln. Insgesamt sind das aber keine großen Kritikpunkte.
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Technik
Technisch hat SNK für RBS noch mal ordentlich Holz ins Feuer geworfen : Die Charaktersprites wurden stark überarbeitet oder sind ganz neu gezeichnet (einige Charaktere wie Blue Mary haben auch gleich noch ein neues Outfit verpasst bekommen) und sehen nun noch mal besser aus, als in RB1. Ebenso die Specialeffects wenn z.B. Sokaku seine Riesendämonen beschwört, geht ordentlich was ab. Die Hintergründe sind wie man es von der Serie gewohnt ist sehr stilvoll und ansprechend umgesetzt, auch wenn leider nicht mehr soviel außerhalb der Kämpfe los ist, wie in den Vorgängern. Den Soundtrack kann man getrost als „Best of“-Fatal Fury bezeichnen, klassische Charakterthemes und einige wenige Neukompositionen geben eine gute Mischung ab. Die Sprachsamples kommen, wie auch schon beim Vorgänger, sehr gut rüber.
Fazit
Real Bout Special gehört zur Oberklasse der Neo Geo Beat’em Ups. Sowohl spielerisch als auch technisch gibt es kaum Mängel, lediglich das „Drumherum“ wie z.B. Vor- und Abspann hätten noch etwas besser ausgeführt werden können. Die sympathische und abwechslungsreiche Charakterauswahl sowie die gelungene Steuerung sorgen für langen Spielspaß alleine oder mit Freunden. Die NeoGeo CD Version bietet übrigens noch einen alternativen Abspann mit einem Neu-Arrangement des Blue Mary’s Blues.
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| Grafik : 8.5/10 (schöne, größtenteils neue oder stark überarbeitete Charaktersprites, atmosphärische aber manchmal etwas leere Backgrounds) Sound : 8/10 (sehr gelungener Soundtrack mit vielen Remixes) Gameplay : 9/10 (die absolut griffige Steuerung sorgt für einwandfreie Kontrolle) Innovation, Abwechslung : 8/10 (führt das Konzept der Serie konsequent fort, und dank der vielen Charaktere bietet es viel Abwechslung) Wiederspielbarkeit : 9/10 (dank der abwechslungsreichen Charaktere und dem guten Spielsystem recht hoch) Gesamt : 9/10 (damals wie heute ein sehr gelungenes 2D-Beat’em Up) |
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