
Sonic Somersault
Zu Beginn darf man sich eine von 2 Spielfiguren auswählen, Sonic the Hedgehog oder Blaze the Cat. Beide erleben die Story unterschiedlich und die Level in verschiedener Reihenfolge, außerdem ist die Steuerung im Detail etwas anders. Nachdem man in dem kurzen Intro auf die Story eingestimmt wurde (typische Sonicstory mit Eggman und Emeralds) geht’s auch schon los. Schon zu Beginn des Level ist man in Highspeed am Rennen, die Level selber geben sich ähnlich wie in anderen 2D-Sonicspielen vielseitig verzweigt und voller Loopings, Sprungfedern, fiesen Fallen, einzusammelnden Ringen und anderen altbekannten Zutaten aus der Sonicwelt. Sonic Rush bedient sich bei so ziemlich allen 2D-Sonicspielen und bietet dadurch einen interessanten Mix. Die Gegner hingegen kommen größtenteils aus den neueren 3D-Ausflügen des Überschall-Igels.
Die insgesamt 7 Welten, die in jeweils 2 Acts und einen Bosskampf sowie 2 weitere Bosskämpfe außerhalb der Welten unterteilt sind, geben sich ebenfalls von Vorgängern inspiriert. Ob Wassertempel, Casionstage, Waldlevel oder Marineschiff thematisch kam alles schon mal vor, ist aber verzeihlich, denn das sind genau die Art von Welten, die man in einem Sonicspiel erwartet. Das sich das Spiel dennoch ausreichend von den Vorgängern unterscheidet, liegt an mehreren Faktoren. Zum einen wäre da der 2. Screen, den der DS bietet. In normalen Acts kann es durchaus vorkommen, dass Sonic und Blaze vom oberen in den unteren Bildschirm wechseln oder ein gigantischer Looping sich über beide Bildschirme erstreckt. Dann wäre die noch mal deutlich erhöhte Geschwindigkeit so schnell war Sonic nur selten, und dank der Fähigkeit zum Dashen kann man die Geschwindigkeit sogar noch temporär erhöhen, solange die Spannungsleiste voll ist. Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, durch Stunts und Tricks die Punktzahl zu erhöhen. Diese sind zwar größtenteils auf Stellungswechsel beim Grinden und Airtricks beschränkt, wollen aber dennoch gemeistert werden. Denn nur durch Tricks und Gegner vernichten kann man die Spannungsleiste wieder aufladen, um weiter auf Höchstgeschwindigkeit zu bleiben. Zum Glück funktioniert die Steuerung hervorragend, sonst wäre man wohl hilflos ausgeliefert.
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Rush Hour
Da Sonic Rush einen nicht gerade epischen Umfang hat, kann man das Spiel schon nach wenigen Stunden durchgespielt haben. Um die Motivation danach hoch zu halten, gibt es wieder ein Rankingsystem, dessen Bewertung von den Tricks, der Zeit, der Geschwindigkeit und der Anzahl der eingesammelten Ringe abhängt. Um dort das bestmögliche Ranking abzusahnen, muss man eine gute Mischung aus Tricks und Geschwindigkeit finden. Tricks machen langsamer, Dashing macht schneller dabei fällt dann auch ins Gewicht, dass Sonic etwas schneller, aber schlechter mit den Tricks ist, Blaze dafür besser trickst, aber dezent weniger schnell ist. Natürlich darf man mit Sonic auch wieder 7 Chaos Emerlads einsammeln. Dazu gibt es in jeder Welt einen 3D-Bonuslevel, der sich ähnlich spielt, wie die Bonuslevel in Sonic 2 für den MegaDrive, nur dass Sonic diesmal mit dem Stylus gesteuert wird. Erreichen kann man diese nur durch einen Spezialgenerator, welcher mit Energie aus der Spannungsleiste betrieben wird. Zur Belohnung wartet wieder eine Extra Zone...
Einen 2-Spielermodus gibt es auch, ein Wettrennen zwischen Sonic und Blaze innerhalb der aus dem Einspielermodus bekannten Level. Damit das ganze noch etwas spannender ist, kann man den Gegner mit verschiedenen Aktionen wie verlangsamen oder anziehen etwas abbremsen. Bedauerlicherweise kommt das Spiel hier ab und an ins Ruckeln. Für die Einspieler gibt es noch einen Time-Attack Modus. Ansonsten ist Sonic Rush Sonic as ususal neben den bereits genannten Anleihen aus den Vorgängern, was Gegner und Level angeht, hat Sonic auch wie üblich mit den gleichen Problemen zu kämpfen : manchmal unfair platzierte Gegner und Fallen, nervige Instant-Death-Situationen und hin und wieder auftretende Fehler, wenn man z.B. Tricks in der Luft macht und deswegen Sprungfedern oder ähnliches verfehlt. Dies kommt aber glücklicherweise nicht mehr so oft vor, wie noch in vielen der Vorgänger. Auch sollte man nicht abgeneigt sein, die Level „auswendig“ zu lernen, um maximale Punktzahlen zu ergattern. Für Arcadespieler also ein Genuss insgesamt wie immer Geschmackssache.
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Sonic Boom
Optisch gibt sich Sonic in einer gelungenen Mischung aus 3D-Celshading und 2D-Objekten. Sonic, Blaze und die großen Bossgegner sind superflüssig animiert und in 3D-Celshading. Hintergründe, die meisten normalen Gegner und Objekte kommen in klassischem 2D daher. Die hohe Geschwindigkeit würde sowieso keine Zeit für das Betrachten von Details lassen, deswegen fällt auch nicht weiter auf, dass die Levelhintergründe relativ eintönig sind. In der Geschwindigkeit verwischt nämlich alles zu einem stylischen visuellen Actionvergnügen. Insgesamt ist die Optik stimmig, aber technisch sicher nicht bahnbrechend.
Der Soundtrack ist göttlich, sofern man den Funky-Style von Hideki Naganuma mag, welcher auch schon für einzelne Tracks des Jet Set Radio-Soundtrack verantwortlich war. Mit über Kopfhörern gehört gelungenem Raumklang, nettem „Gesang“ und treibenden Beats erreicht dieser fast schon CD-Qualität und gehört mit zu dem besten, was es auf dem DS bisher zu hören gibt.
Fazit
Die Geschwindigkeit ist beeindruckend, die Level gut designed und die Technik vor allem der Soundtrack sehr gelungen. Typische Sonicfehler wie unfaire Stellen gibt’s zwar auch wieder, aber nicht in dem Ausmaß, wie es früher der Fall war. Der Umfang ist eher kurz und langfristig ist das Spiel vor allem für Highscore-Jäger interessant. Dennoch ist Sonic Rush ist für Sonic- und Jump n Run Fans ein Pflichtkauf so ein qualitativ hochwertiges 2D-Sonic gabs schon lange nicht mehr.
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| Grafik : 7/10 (Cooles Celshading, viel Style und hohe Geschwindigkeit. Wäre aber sicher noch mehr möglich) Sound : 10/10 (super Soundtrack in hoher technischer Qualität) Gameplay : 8.5/10 (Schnell. Schneller. Am Schnellsten. Gute Steuerung, manchmal etwas unfair) Innovation, Abwechslung : 8/10 (klassisches Sonicspiel mit ein paar feinen Erweiterungen und Ausnutzung beider Screens) Wiederspielbarkeit : 7/10 (etwas kurz und dann vor allem für Highscorejäger interessant) Gesamt : 8/10 (Eines der besseren Handheldsonics. Ein hoffentlich noch besserer Nachfolger kommt bestimmt...) |
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